Zeremonieller Kakao – was dahinter steckt und wie du ihn zubereitest
Zeremonieller Kakao ist reine Kakaomasse, die in einem bewussten Rahmen getrunken wird – ohne Zucker und ohne Zusatzstoffe. Hier erfährst du, worauf du beim Kauf achten kannst, welche Sorten es gibt und wie du dir deine erste Tasse zubereitest.
Criollo Peru Block
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Was bedeutet „zeremonieller Kakao“?
Der Begriff zeremonieller Kakao ist keine geschützte Bezeichnung. Deshalb lohnt sich immer ein Blick auf die Zutatenliste. Gemeint ist in der Regel reine Kakaomasse: gemahlene Kakaobohnen, ohne Zucker, ohne Milchpulver und ohne Aromen. Weil die Kakaobutter noch enthalten ist, schmeckt das Getränk intensiver und runder als ein gewöhnliches Kakaogetränk.
Getrunken wird er meist in Ruhe, allein oder in einer Runde, oft mit einer kleinen Eröffnung, einer Intention oder einfach einem Moment der Stille. Wie du das gestaltest, ist ganz dir überlassen.
Worauf du beim Kauf achten kannst
- Zutaten: Auf der Packung sollte nur Kakao stehen.
- Herkunft und Sorte: Seriöse AnbieterInnen nennen Land und Sorte. Bei uns kommt der Kakao aus Ecuador und Peru.
- Form: Kakaomasse gibt es als Block, als Drops oder als Wafers. Das ist vor allem eine Frage der Dosierung.
- Preis pro Kilo: Vergleiche den Kilopreis, nicht den Packungspreis.
- Transparenz: Schau, wer hinter dem Shop steckt. Mehr dazu findest du unter Der Mensch dahinter.
Unsere Sorten im Überblick
Alle Sorten kosten bei uns 60,00 € pro Kilo. Sie unterscheiden sich im Geschmack und in der Form:
- Sierra Ecuador Block: weich, mild und sehr fein, mit angenehmer Bitterkeit, sanft erdig und ausgewogen. Eine gute Wahl für den Einstieg.
- Criollo Peru Block: Criollo gilt als die edelste und seltenste Kakaosorte der Welt. Das Aroma ist weich, elegant und vielschichtig.
- Criollo Peru Drops: derselbe feine Criollo in praktischer Drops-Form. Er lässt sich einfach dosieren und schmilzt schnell.
- Naranjal Ecuador Wafers: lebendig und fruchtbetont, mit spritziger Zitrus-Frische.
Alle Sorten findest du in der Kategorie Zeremonie-Kakao.
So bereitest du zeremoniellen Kakao zu
Es gibt viele Wege, hier ein einfacher Start:
- Hacke oder schneide den Kakao klein, damit er schneller schmilzt. Bei Drops und Wafers entfällt das.
- Erhitze Wasser oder pflanzliche Milch, bis sie heiß ist, aber nicht sprudelnd kocht. Als Orientierung für eine Tasse reichen etwa 20 bis 40 g Kakao, je nachdem, wie kräftig du ihn magst.
- Gib den Kakao in die Tasse oder Kanne, gieße das heiße Wasser oder die pflanzliche Milch darüber und rühre, bis alles geschmolzen ist. Verfeinere ihn mit Gewürzen oder unseren Kakao-Beimischungen.
- Schäume ihn auf und trinke ihn langsam, in kleinen Schlücken.
Zum Aufschäumen eignet sich der Molinillo. Dieser traditionelle Holz-Aufschäumer wird im südamerikanischen Raum seit dem 15. Jahrhundert für die Kakaozubereitung verwendet. Zum Ausschenken in der Runde passt der Zeremonie-Schöpfer aus Holz.
Wenn du deinen Kakao verfeinern möchtest, schau bei den Kakao-Beimischungen vorbei. Dort gibt es Pulver wie Lucuma, Maca oder Guarana in 50-g-Packungen. Sie sind als zusätzliche Ergänzung gedacht.
Der Rahmen: Zubehör und Atmosphäre
Für viele gehört zur Kakaozeremonie ein stimmiger Rahmen. Das kann eine Decke zum Sitzen sein, ein Bündel Salbei oder ein Stück Palo Santo. Nötig ist nichts davon, es ist eine Frage deiner persönlichen Vorliebe. Eine Auswahl findest du bei Zeremonie-Zubehör und in der Kategorie Räucherware.
Wenn du dich mit anderen austauschen willst, schau in die Kakao-Zeremonien-Community. Weiterführendes zu Zubereitung und den Gewürzen findest du unter Wissenswertes.
Bei gesundheitlichen Fragen, etwa in der Schwangerschaft oder bei Unverträglichkeiten, sprich bitte vorab mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Häufige Fragen
Ist zeremonieller Kakao dasselbe wie Kakaopulver?
Nein. Kakaopulver wird in der Regel entölt. Kakaomasse besteht aus der ganzen gemahlenen Bohne und enthält ihre natürliche Kakaobutter. Deshalb schmeckt sie kräftiger und schmilzt zu einem dichteren Getränk.
Wie lagere ich Kakaomasse am besten?
Am besten kühl, trocken und dunkel, gut verschlossen und fern von starken Gerüchen.
Welche Sorte passt für den Anfang?
Wenn du es mild und ausgewogen magst, probiere den Sierra Ecuador. Wenn du es elegant und vielschichtig magst, passt Criollo.